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Was Sie 2026 von einer PPC-Agentur erwarten sollten

20. November 2020 Aktualisiert: 17. Mai 2026 9 Min. Lesezeit SOLID Team

Was eine erfahrene PPC-Agentur 2026 leisten sollte und welche Warnsignale Sie früh erkennen können.

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Was Unternehmen 2026 von einer PPC-Agentur erwarten sollten

Die Auswahl an PPC-Agenturen und Preismodellen ist groß. Gleichzeitig machen komplexere Customer Journeys und lückenhafte Attribution den Vergleich schwieriger.

Dieser Guide zeigt, was eine erfahrene PPC-Agentur heute liefern sollte, welche Fragen vor der Unterschrift wichtig sind und welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten.

Was Sie von Ihrer PPC-Agentur erwarten sollten – auf einen Blick

  • Ein erfahrener Stratege arbeitet aktiv am Account und ist nicht nur im Verkaufsgespräch dabei.
  • Die Accounts bleiben vollständig in Ihrem Besitz. Google Ads, Meta Business Manager und Microsoft Ads gehören Ihnen; die Agentur wird als Manager hinzugefügt.
  • Transparentes Reporting verbindet Spend mit Umsatz, CAC und Deckungsbeitrag – nicht nur mit Klicks und Impressions.
  • Saubere Messung für 2026: CAPI, Server-side Tagging, GA4, Consent Mode v2 und Enhanced Conversions sind aktiv und geprüft.
  • Eine Creative-Pipeline gehört dazu. Creatives und Landingpages beeinflussen die Performance ebenso wie die Arbeit im Werbekonto.
  • Preismodell und Kündigungsbedingungen stehen klar im Vertrag.

Strategie, Account-Zugriff, Messung und Reporting prüfen

„Wir betreuen Google Ads und senden einen Monatsreport“ reicht heute nicht aus. Eine Agentur sollte die wirtschaftlichen Ziele verstehen, sauber messen und Optimierungen nachvollziehbar begründen.

Das sollte eine Senior-PPC-Agentur liefern:

1. Strategie beginnt beim Geschäftsmodell, nicht bei der Plattform

Bevor Kampagnen angepasst werden, sollte die Agentur Ihre Rentabilität verstehen: Deckungsbeitrag, Ziel-CAC, Amortisationszeit, Wiederkaufsrate und LTV. Ohne diese Werte sagt ein Ziel wie „3x ROAS“ wenig über den Geschäftserfolg aus.

Das Strategiegespräch sollte klären:

  • In welcher Phase befinden Sie sich: Launch, Skalierung oder Verteidigung?
  • Welche Kanäle passen zu Produkt, AOV und Sales Cycle?
  • Wie greifen Paid Media, CRM, SEO/AEO und Creatives ineinander?
  • Was passiert in den nächsten 90 Tagen – und was in den 90 Tagen danach?

Wenn es im ersten Gespräch hauptsächlich um die Plattformen der Agentur geht, bleibt zu wenig Raum für Ihr Geschäftsmodell und Ihre Ziele.

2. Sauberer Zugriff und klare Account-Inhaberschaft

Dieser Punkt ist nicht verhandelbar. Der Kunde behält jederzeit Eigentum und Admin-Kontrolle über die Werbekonten – inklusive historischer Daten und Kampagnenstrukturen.

Die sichere Struktur:

  • Sie richten Google Ads und Meta Business Manager im Namen Ihres Unternehmens ein.
  • Die Agentur erhält Manager- oder Admin-Zugriff, wird aber nie Account-Inhaber.
  • Die Abrechnung der Plattform läuft über Ihre Karte oder Rechnung.
  • Conversion-Daten und Audience-Listen gehören Ihnen. Beim Ende der Zusammenarbeit bleibt alles bei Ihnen.

Will eine Agentur Ihre Ads aus dem eigenen MCC schalten und Ihnen das Werbebudget weiterberechnen, sollten Sie das nicht akzeptieren. Werbekonten und historische Daten müssen in Ihrem Besitz bleiben.

3. Messung für 2026

Modernes PPC lebt von guten Signalen. Schlechte Messung begrenzt Ihre Skalierung früher als das Budget. Eine Senior-Agentur prüft und repariert:

  • Conversions API (CAPI) serverseitig, mit deduplizierten Client-Events.
  • GA4 sauber konfiguriert, mit Google Ads verbunden und Enhanced Conversions aktiv.
  • Consent Mode v2 korrekt umgesetzt, damit auch bei abgelehnter Zustimmung modellierte Conversions möglich sind.
  • Server-side Tagging über GTM Server, Stape oder vergleichbare Lösungen.
  • Event Match Quality über 7,0 auf Meta und vollständige Enhanced-Match-Daten.
  • Eine plattformunabhängige Hauptdatenquelle: GA4, Data Warehouse, Post-Purchase-Surveys oder ein Attributionstool.

Schon die Bereinigung dieses Setups kann den ausgewiesenen ROAS verbessern, bevor Kampagnen selbst optimiert werden.

4. Creatives und Landingpages, nicht nur Account Operations

Creatives haben auf Meta großen Einfluss und werden auch bei Google wichtiger. Eine Agentur sollte deshalb mehr leisten als Gebote und Budgets zu steuern.

Gute Arbeit umfasst:

  • Kontinuierlich neue Creative-Varianten für die wichtigsten Botschaften im Paid Social.
  • Strukturierte Ad-Copy-Tests bei Google mit klarer Themenrotation.
  • Input zu Landingpages – mindestens eine CRO-Prüfung, idealerweise laufend gebaute und optimierte Seiten.
  • UGC-, Produktvideos und Inhalte aus dem Unternehmen für Reels, Stories, TikTok und Shorts.

Das ist fester Bestandteil unserer Arbeit als Google-Ads-Agentur, Meta-Ads-Agentur und Social-Media-Marketing-Agentur.

5. Reporting mit Umsatzbezug statt Vanity Metrics

Seien Sie vorsichtig bei Reports, die nur Klicks, Impressions oder Top-of-Funnel-Metriken zeigen. Gutes Reporting sieht 2026 so aus:

EbeneRhythmusInhalt
TaktischWöchentlichSpend Pacing, Top-Creatives, Änderungen, Watchlist
StrategischMonatlichROAS nach Kanal, CAC, Deckungsbeitrag, was sich geändert hat und warum
Business ReviewQuartalsweiseYoY, Marktanteil, Channel Mix, Plan fürs nächste Quartal
Incrementality1–2x pro JahrGeo Holdouts, Lift Studies, MMM bei ausreichendem Spend

Ein Google-Data-Studio-Dashboard ohne Einordnung ist kein strategischer Monatsreport. Reporting muss erklären, was sich verändert hat und warum – nicht nur Zahlen anzeigen.

Möchten Sie die Arbeit Ihrer aktuellen PPC-Agentur einordnen? Anhand der letzten drei Monatsreports und des Account-Zugriffs prüfen wir Strategie, Umsetzung und Reporting.

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6. Kanalübergreifende Koordination

PPC funktioniert nicht isoliert. Paid Media sollte mit folgenden Bereichen abgestimmt sein:

Eine gute PPC-Agentur stimmt sich mit den Verantwortlichen der anderen Kanäle ab. Wenn sie mehrere Bereiche betreut, sollte auch die Umsetzung integriert sein.

Warnsignale bei der Agenturauswahl

Bei Audits von Agenturbeziehungen sehen wir immer wieder dieselben Muster:

  1. Die Agentur will Ads aus ihrem eigenen Account schalten. Nicht verhandelbar.
  2. Sie nennt einen Preis, ohne Ihr Setup geprüft zu haben. Ein belastbares Angebot braucht zumindest ein Verständnis von Budget und Umfang.
  3. Sie garantiert ROAS oder Rankings. Das kann niemand glaubwürdig garantieren.
  4. Impressions und Klicks sind die wichtigsten KPIs. Sie sagen wenig über das Geschäft aus.
  5. Die konkreten Personen am Account bleiben unklar. „Unser Team“ sollte Namen und Rollen haben.
  6. Zwölf Monate Bindung ohne saubere Exit-Klausel. Üblich sind drei bis sechs Monate initial mit rollierender Kündigung.
  7. Niemand fragt nach Marge oder LTV. Dann sind die Ziele willkürlich.
  8. Das Tracking-Setup kann nicht detailliert erklärt werden. CAPI, GA4, Consent Mode und Enhanced Conversions müssen sauber umgesetzt sein.
  9. Erfahrene Teammitglieder erscheinen nur im Verkaufsprozess. Lassen Sie sich das spätere Account-Team konkret benennen.
  10. Es gibt keine Creative- oder Landingpage-Kompetenz. Dann bleibt nur Bid Management.

Was Sie als Kunde einbringen sollten

Gute Agenturbeziehungen sind Partnerschaften. Ihre Seite sollte liefern:

  • Zugang zu relevanten Daten: Shopify, Klaviyo, GA4, CRM und Profitabilitätsdaten.
  • Entscheidungskompetenz im Gespräch. Lange Freigaben bremsen Kampagnen und Creative-Tests.
  • Ehrliche Werte für Marge, AOV und LTV. Ohne sie sind keine sinnvollen Ziele möglich.
  • Realistische Iterationszyklen. Creative Testing braucht Zeit; Ads nach 48 Stunden zu stoppen zerstört das Learning.
  • Interne Klarheit. Wenn Marketing, Sales und Operations unterschiedliche Ziele verfolgen, kann die Agentur das nicht allein lösen.

Übliche Preise und Vertragsbedingungen

Preismodelle erklären wir ausführlich in PPC-Agentur-Preismodelle 2026. Typische Vertragsbedingungen:

  • Erstlaufzeit: drei bis sechs Monate.
  • Verlängerung: rollierende Kündigungsfrist von 30 bis 60 Tagen.
  • Setup Fees: je nach Plattformen und Komplexität etwa 2.500 bis 10.000.
  • Reporting Tools: bei Senior-Agenturen meist inklusive, bei manchen Anbietern separat.
  • Asset Ownership: Accounts, Audience-Listen, Creatives und Conversion-Daten bleiben bei Ihnen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine neue PPC-Agentur Ergebnisse bringt?

Setup und Audit brauchen zwei bis vier Wochen. Messbare Verbesserungen bestehender Kampagnen zeigen sich meist nach 30 bis 45 Tagen. Größere ROAS- oder CAC-Veränderungen kommen oft in Monat zwei bis vier, wenn Creative-Pipelines, Messung und neue Strukturen greifen.

Eine Agentur für alles oder Spezialisten pro Kanal?

Unter etwa 500.000 Jahresbudget ist eine Full-Stack-Agentur meist effizienter als mehrere Spezialisten. Koordinationsaufwand und Attribution-Streit kosten mehr als zusätzliche Tiefe bringt. Ab etwa einer Million Jahresbudget werden hybride Modelle interessanter.

Wem gehören die Creatives der Agentur?

Ihnen. Der Vertrag sollte ausdrücklich festhalten, dass Creatives, Ad Copy, Landingpages und Audience-Listen beim Ende der Zusammenarbeit auf Sie übergehen.

Kann eine PPC-Agentur auch SEO betreuen?

Manche können es sehr gut, viele nicht. Achten Sie auf benannte Senior-Experten und Case Studies für beide Disziplinen. Wird SEO nur als Zusatzposition angehängt, ist die Leistung oft entsprechend dünn.

Wie sollte eine Agentur wöchentlich kommunizieren?

Über einen gemeinsamen Slack-Kanal oder ein wöchentliches Gespräch, einen klaren Budgetreport und einen Eskalationsweg für Probleme. Monatliche E-Mail-Reports allein reichen für die laufende Zusammenarbeit nicht aus.

Wie sieht die ideale Teamstruktur aus?

Für einen typischen Mid-Market-Account: erfahrener Stratege, fester Account Manager, Creative Producer oder Designer und ein Tracking-Spezialist nach Bedarf. Lassen Sie sich das konkrete Team für Ihren Account zeigen.

Strategie, Transparenz und wirtschaftliche Verantwortung entscheiden

Eine PPC-Agentur sollte strategisch, transparent und wirtschaftlich arbeiten und Paid Media, Creatives, Messung und CRM sinnvoll miteinander verbinden.

Wenn die Zusammenarbeit nur aus Reports besteht, fehlt der strategische Teil. Die genannten Kriterien helfen, Leistung und Verantwortlichkeiten früh klar zu beurteilen.

Unsicher, wie gut Ihre aktuelle Agentur arbeitet? Wir vergleichen Ihren Account mit aktuellen Standards und zeigen, was funktioniert, wo Probleme liegen und was wir anders angehen würden.

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Werbebudget nach Umsatz und Profitabilität steuern

Wir prüfen Accounts, Tracking und Zahlen und sagen Ihnen, wo wir zuerst ansetzen würden.

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