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PPC-Agenturen rechnen 2026 überwiegend nach vier Modellen ab. Preise, enthaltene Leistungen und Zusatzkosten unterscheiden sich jedoch erheblich. Zwei Angebote über 5.000 US-Dollar pro Monat können auf dem Papier gleich aussehen und in der praktischen Betreuung völlig unterschiedliche Leistungen abdecken.
Dieser Leitfaden erklärt die vier üblichen Preismodelle, typische Kosten für kleinere Unternehmen, Mid-Market und Enterprise sowie die Kriterien, nach denen Sie ein passendes Modell auswählen können.
PPC-Agenturpreise auf einen Blick
- Die vier üblichen Modelle sind Prozentsatz vom Werbebudget, fester Monatsretainer, Hybridmodell und erfolgsabhängige Vergütung.
- Beim prozentualen Modell liegt die Fee meist zwischen 10 und 20 % des Werbebudgets. 15 % sind besonders verbreitet.
- Feste Retainer liegen für SMB- und Mid-Market-Accounts häufig zwischen 1.500 und 10.000 US-Dollar pro Monat. Im Enterprise-Bereich können es 25.000 US-Dollar oder mehr sein.
- Setup Fees zwischen 2.500 und 10.000 US-Dollar sind für umfangreiche neue Account-Setups üblich.
- Bei Monatsbudgets ab etwa 15.000 US-Dollar dominieren prozentuale oder hybride Modelle. Bei kleineren Budgets sind feste Retainer verbreiteter.
- Google nennt im Durchschnitt zwei US-Dollar Umsatz pro investiertem US-Dollar. Das ist die wirtschaftliche Grundlage, die Agenturkosten und Kampagnenperformance gemeinsam tragen müssen.
Warum das Preismodell wichtiger ist als die Headline-Fee
Das Modell bestimmt, welche Anreize die Agentur hat, wie planbar die Kosten bleiben und was bei steigendem Budget passiert. Ein fester Retainer orientiert sich am vereinbarten Arbeitsumfang. Bei einer prozentualen Fee steigt die Vergütung mit dem Werbebudget. Ein reines Erfolgsmodell orientiert sich an der vereinbarten Kennzahl, die nicht automatisch Ihrem tatsächlichen Geschäftsergebnis entspricht.
Welches Modell passt, hängt vor allem von drei Faktoren ab:
- Aktuelles Werbebudget und geplante Entwicklung: Kleine und große Budgets brauchen unterschiedliche Strukturen.
- Komplexität des Accounts: Plattformen, Sprachen, Märkte und Produktlinien beeinflussen den Aufwand erheblich.
- Erwarteter Leistungsumfang: Reine Ad Operations kosten weniger als eine Betreuung mit Strategie, Creatives, CRO, Tracking und Reporting.
Je nach Projekt arbeiten auch wir mit unterschiedlichen Modellen. Unsere Leistungen für Google Ads, Meta Ads und Amazon Ads basieren meist auf einem festen oder hybriden Retainer.
Modell 1: Prozentsatz vom Werbebudget
Sie zahlen der Agentur einen festen Prozentsatz des Budgets, das auf den Werbeplattformen ausgegeben wird. Branchenüblich sind 10 bis 20 %, am häufigsten liegt die Fee bei 15 %.
Typische Kosten nach Monatsbudget
| Monatliches Werbebudget | Typische Management Fee | Monatliche Agenturkosten |
|---|---|---|
| Unter 5.000 US-Dollar | 20–25 % | 1.000–1.250 US-Dollar |
| 5.000–25.000 US-Dollar | 15–20 % | 750–5.000 US-Dollar |
| 25.000–100.000 US-Dollar | 10–15 % | 2.500–15.000 US-Dollar |
| Ab 100.000 US-Dollar | 7–12 % | individuell verhandelt |
Wann das Modell passt
- Ihr Werbebudget ist stabil oder wächst.
- Die Agentur soll einen finanziellen Anreiz haben, erfolgreiche Kampagnen zu skalieren.
- Das Budget ist groß genug, damit die prozentuale Fee die erforderliche Arbeit finanziert. Das ist meist ab etwa 15.000 US-Dollar pro Monat der Fall.
Wo Probleme entstehen
- Bei hohen Budgets können die Anreize auseinanderlaufen. Die Agentur verdient mehr, sobald Sie mehr ausgeben, auch wenn die Effizienz sinkt. Eine erfahrene Agentur gleicht das durch transparentes Reporting und Entscheidungen nach Deckungsbeitrag aus. Weniger erfahrene Anbieter drängen möglicherweise einfach auf mehr Spend.
- Für kleine Budgets reicht die Fee nicht aus. 20 % von 2.000 US-Dollar sind 400 US-Dollar. Damit lassen sich Strategie, Creatives und laufende Account-Arbeit kaum seriös abdecken.
- Die Kosten sind schwerer planbar. Verdoppelt sich das Werbebudget, verdoppelt sich auch die Agenturvergütung.
Modell 2: Fester Monatsretainer
Sie zahlen unabhängig vom Werbebudget einen festen Betrag pro Monat. Der Leistungsumfang wird vorher definiert.
Für die meisten Agenturen liegen feste Retainer zwischen 1.500 und 10.000 US-Dollar pro Monat. Im Enterprise-Bereich können sie abhängig von Plattformen, Sprachen und Creative Scope 25.000 US-Dollar oder mehr erreichen.
Wann das Modell passt
- Sie brauchen planbare monatliche Kosten.
- Das Werbebudget schwankt, etwa durch Saison, Launches oder einzelne Lead-Gen-Kampagnen.
- Klar definierte Leistungen sind Ihnen wichtiger als eine Vergütung, die mit dem Spend steigt.
Wo Probleme entstehen
- Der Scope wächst schleichend. Ohne klare Grenzen wird aus dem Retainer schnell eine pauschale Zuständigkeit für jedes PPC-Thema.
- Mehr Skalierung bedeutet nicht automatisch mehr Kapazität. Wenn Sie das Budget verdreifachen, erhält die Agentur durch den Vertrag keinen zusätzlichen Spielraum für den steigenden Aufwand.
- Die Teamzusammensetzung bleibt oft unklar. Ein Retainer von 3.000 US-Dollar kann wenige Stunden eines erfahrenen Strategen oder viele Stunden eines Junior Media Buyers bedeuten. Fragen Sie konkret nach.
Modell 3: Hybrid aus Retainer und Prozentsatz
Ein Basisretainer deckt Strategie, Account Management, Reporting und einen definierten Creative Scope. Oberhalb einer vereinbarten Budgetgrenze kommt eine prozentuale Komponente hinzu, zum Beispiel 10 % auf den Teil des monatlichen Werbebudgets, der 30.000 US-Dollar übersteigt.
Dieses Modell nutzen wir bei SOLID besonders häufig. Es verbindet planbare Kosten mit einem sinnvollen Anreiz für Skalierung. Der Basisretainer finanziert erfahrene Strategie und Umsetzung. Die variable Komponente greift erst, wenn ein größeres Budget tatsächlich mehr Arbeit verursacht.
Wann das Modell passt
- Mid-Market- und Enterprise-Accounts.
- Programme mit mehreren Kanälen wie Google, Meta, TikTok, Amazon oder Programmatic, bei denen die Komplexität mit dem Spend wächst.
- Marken, die Paid Media, Creatives und Reporting mit einem Partner steuern möchten.
Wo Probleme entstehen
- Der Vertrag wird komplexer.
- Beide Seiten müssen klar festhalten, welche Leistungen der Retainer abdeckt und welchen zusätzlichen Aufwand die prozentuale Komponente finanziert.
Modell 4: Erfolgsabhängige Vergütung
Die Vergütung richtet sich nach einem Ergebnis, meist nach einem Umsatzanteil, einem Ziel-CPA oder einer ROAS-Schwelle.
Reine Erfolgsmodelle bleiben 2026 selten. Datenschutzänderungen unter iOS, der Rückgang von Third-Party-Cookies und Consent Mode erschweren die Frage, welcher Umsatz tatsächlich der Arbeit der Agentur zugerechnet werden kann.
Wann das Modell passt
- Lead Generation mit einem kurzen, sauber instrumentierten Funnel.
- Reife Accounts mit stabilem Conversion Tracking und einer klaren Last-Click-Attribution.
- Projekte, bei denen beide Seiten das Attributionsrisiko akzeptieren.
Wo Probleme entstehen
- Diskussionen über Attribution: Wem gehört eine Conversion, wenn Google, Meta, E-Mail und Organic alle Teil der Customer Journey waren?
- Kurzfristige Optimierung: Rein erfolgsabhängig vergütete Agenturen setzen häufig stark auf Retargeting und Branded Search, statt langfristig zusätzliche Nachfrage zu schaffen.
- Cashflow-Risiko für die Agentur: Viele erfahrene Agenturen akzeptieren bei größeren Budgets keine rein erfolgsabhängigen Verträge.
Welches Preismodell passt zu Ihrem Account? Wir prüfen Werbebudget, Wachstumsziele und das aktuelle Setup und sagen offen, welche Struktur die sinnvollsten Anreize setzt.
Welche Leistungen im Preis enthalten sein sollten
Zwei Agenturen können jeweils 5.000 US-Dollar pro Monat anbieten und völlig unterschiedliche Arbeit liefern. Prüfen Sie deshalb diese Punkte:
- Strategie und Erfahrung: Wer trifft die strategischen Entscheidungen im Account?
- Laufendes Account Management: Finden tägliche oder wöchentliche Optimierungen statt oder erhalten Sie nur einen Monatsreport?
- Creative-Produktion: Sind Ad Copy, Static Creatives, Videos und UGC für Paid Social enthalten?
- Landingpage-Unterstützung: Schwache Landingpages vernichten gutes PPC-Potenzial. Manche Agenturen optimieren oder bauen sie, andere leiten lediglich Traffic weiter.
- CRO und Tracking: Dazu gehören Server-side Tagging, CAPI, GA4, Consent Mode und Conversion Modeling.
- Reporting-Rhythmus: Sinnvoll sind wöchentliche operative Updates, monatliche Strategiegespräche und quartalsweise Business Reviews.
- Kanalübergreifende Abstimmung: Besonders wichtig, wenn zusätzlich E-Mail, SEO und AEO aktiv sind.
Wenn zwei Angebote preislich gleich aussehen, liegt der Unterschied meist in dieser Liste. Eine vollständige Übersicht finden Sie in Was Sie von einer PPC-Agentur erwarten sollten.
Einfluss von Plattformen und Branchen auf den Preis
Auch die Plattformauswahl verändert den Aufwand:
- Nur Google Ads: die einfachste Struktur. Viele Retainer und Prozentmodelle gehen standardmäßig von Google aus.
- Google und Meta: die häufigste Kombination. Rechnen Sie mit 15 bis 30 % mehr als bei einer einzelnen Plattform.
- Google, Meta, TikTok und Amazon: vollständige Paid-Media-Betreuung. Meist passt ein Hybridmodell mit gemeinsamer Strategie und Umsetzung pro Kanal.
- Mehrere Länder und Sprachen: Je nach Anzahl der Märkte und Tiefe der Lokalisierung liegen die Kosten 20 bis 50 % über einer Single-Market-Betreuung.
Auch die Branche spielt eine Rolle. Regulierte Kategorien wie Healthcare, Supplements und Finance benötigen zusätzliche Copy-Prüfungen und Freigabeschleifen. B2B Lead Generation braucht eine engere CRM-Integration. Bei Amazon kommen Katalog- und Listing-Arbeit zu den Ads hinzu. Mehr dazu finden Sie bei unserer Amazon-Ads-Betreuung.
Fünf Fragen zu jedem PPC-Angebot
- Wie hoch sind die Gesamtkosten? Berücksichtigen Sie Setup Fee, Monatsretainer, variable Komponenten, Creative-Produktion und Werbebudget.
- Wer arbeitet am Account? Ein erfahrener Stratege, ein fester Account Manager oder ein gemeinsam genutztes Junior-Team?
- Was passiert, wenn sich das Budget verdoppelt? Ist die Fee an eine Budgetgrenze gekoppelt und ab wann wird neu verhandelt?
- An welchen Kennzahlen wird die Arbeit gemessen? Spend-Effizienz, ROAS, CAC, qualifizierte Pipeline oder Deckungsbeitrag?
- Wie ist der Ausstieg geregelt? Prüfen Sie Kündigungsfrist, Account-Inhaberschaft und Übergabe der Creatives.
Kann ein Angebot diese Fragen nicht schriftlich beantworten, ist das Preismodell wahrscheinlich nicht Ihr größtes Problem.
Agenturkosten im Verhältnis zum wirtschaftlichen Nutzen
Die Rechnung funktioniert nur, wenn PPC messbare Geschäftsergebnisse bringt. Aktuelle Benchmarks:
- Der durchschnittliche ROI von Google Ads liegt bei rund 200 %, also zwei US-Dollar Umsatz pro investiertem US-Dollar. Optimierte Accounts erreichen 400 bis 800 %.
- Der durchschnittliche CPC in Google Ads liegt kategorienübergreifend bei etwa 4,22 US-Dollar. Bei Google Shopping sind es mit ungefähr 0,66 US-Dollar deutlich weniger.
- Mehr als 65 % der kleinen und mittleren Unternehmen nutzen Google Ads.
Ein Unternehmen investiert beispielsweise 10.000 US-Dollar pro Monat in Google Ads und zahlt 1.500 US-Dollar Management Fee. Die Gesamtkosten liegen damit bei 11.500 US-Dollar. Bei 200 % ROI entstehen 20.000 US-Dollar Umsatz. Bei 400 %, einem erreichbaren Wert für Accounts mit sauberem Tracking und guter Conversion, sind es 40.000 US-Dollar. Entscheidend ist deshalb weniger die Form der Fee als die Frage, ob die Agentur ROAS, CAC und Deckungsbeitrag verbessert.
Mit unserem ROAS-Rechner und CAC-Rechner können Sie die Rechnung für Ihren Account prüfen.
Häufige Fragen
Was kostet eine PPC-Agentur 2026 im Durchschnitt?
Bei Mid-Market-Accounts mit einem monatlichen Werbebudget zwischen 5.000 und 25.000 US-Dollar liegen die Management Fees meist zwischen 2.500 und 7.500 US-Dollar. Abgerechnet wird als fester Retainer oder mit 15 bis 20 % vom Werbebudget. Für ein sauberes neues Account-Setup kommen häufig 2.500 bis 10.000 US-Dollar hinzu.
Sollte ich einen Retainer oder einen Prozentsatz vom Werbebudget zahlen?
Unter 10.000 US-Dollar Monatsbudget funktioniert ein fester Retainer meist besser, weil eine prozentuale Fee auf diesem Niveau keine ausreichende Betreuung finanziert. Ab 25.000 US-Dollar passen Prozent- oder Hybridmodelle den Preis besser an den wachsenden Arbeitsaufwand an.
Ist ein erfolgsabhängiges Modell sinnvoll?
Manchmal, aber selten mit erfahrenen Agenturen. Reine Erfolgsmodelle fördern kurzfristige Maßnahmen und führen häufig zu Diskussionen über Attribution. Ein Basisretainer mit einem zusätzlichen Performance Bonus funktioniert meist besser.
Wie lang ist ein typischer Vertrag mit einer PPC-Agentur?
Viele seriöse Agenturen vereinbaren zunächst drei bis sechs Monate und danach eine rollierende Kündigungsfrist von 30 bis 60 Tagen. Vermeiden Sie Bindungen von zwölf Monaten oder länger, wenn der Leistungsumfang sie nicht klar rechtfertigt.
Gehören mir Google-Ads- und Meta-Accounts nach Vertragsende?
Ja. Werbekonten, Conversion-Daten und Audience-Listen sollten in Business Accounts liegen, die Ihrem Unternehmen gehören. Die Agentur erhält Manager-Zugriff. Möchte ein Anbieter Ihre Kampagnen aus seinem eigenen Account schalten, ist das ein deutlicher Warnhinweis.
Was berechnet SOLID?
Bei den meisten Projekten nutzen wir ein Hybridmodell: einen Basisretainer für Strategie, Account Management und Reporting sowie eine prozentuale Komponente oberhalb einer vereinbarten Budgetgrenze. Der genaue Preis hängt von Plattformen, Märkten, Sprachen sowie dem Umfang der Creative- und CRO-Arbeit ab. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein individuelles Angebot. Weitere Informationen finden Sie unter Warum SOLID.
Das passende Modell verbindet Aufwand und Geschäftsergebnis
Es gibt 2026 kein universell richtiges PPC-Preismodell. Sinnvoll ist die Struktur, die zu Ihrem Budget, der Komplexität des Accounts und Ihrer geplanten Entwicklung passt. Davon zu unterscheiden ist das Modell, das eine Agentur nur deshalb anbietet, weil es für sie intern am bequemsten ist.
Die besten Ergebnisse entstehen, wenn erfahrene Strategen am Account arbeiten, die Messung transparent ist und das Preismodell die Agentur an Ihren Geschäftsergebnissen ausrichtet, nicht allein an einem höheren Werbebudget.
PPC-Kosten und Leistungsumfang gemeinsam prüfen Wir vergleichen Ihr Werbebudget, den ROAS und die aktuelle Account-Arbeit mit den üblichen Standards für 2026 und zeigen, wo Verbesserungen möglich sind.
Passende Tools