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CRO

10 Maßnahmen für Landingpages mit hoher Conversion

30. März 2020 Aktualisiert: 17. Mai 2026 11 Min. Lesezeit SOLID Team

Zehn konkrete Maßnahmen für bessere Landingpage-Conversions, von Hero und Formularlänge bis zu Mobile Speed und Personalisierung.

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Zehn Maßnahmen für Landingpages mit hoher Conversion im Jahr 2026

Laut Unbounce Conversion Benchmark Report konvertiert die mediane Landingpage 2026 mit rund 6,6 %. Das beste Viertel erreicht mindestens 10 %, die stärksten Seiten kommen auf 15 bis 20 %. Der Unterschied zwischen durchschnittlichen und sehr guten Seiten liegt selten im Design. Meist entscheiden zehn konkrete Elemente.

Diese Maßnahmen nutzen wir bei SOLID für Sales Pages und Landingpages in E-Commerce-, SaaS- und Lead-Gen-Projekten.

Landingpage-Conversion im Überblick

  • Die mediane Conversion-Rate liegt bei rund 6,6 %. Die besten 10 % erreichen mindestens 11,45 %.
  • Eine zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt die Conversion um etwa 7 %. Seiten mit weniger als drei Sekunden Ladezeit schneiden deutlich besser ab.
  • Formulare mit drei Feldern konvertieren rund 25 % besser als Formulare mit neun Feldern.
  • Kundenstimmen können die Conversion um etwa 34 % steigern.
  • Das Entfernen der Navigation erhöht die Conversion auf dedizierten Landingpages häufig um 10 bis 15 %.
  • Der wichtigste Hebel besteht 2026 darin, die Seite an die Trafficquelle anzupassen. Besucher aus Paid Social, E-Mail, Organic Search und KI-Suche brauchen unterschiedliche Informationen und Belege.

Warum Landingpage-Conversion 2026 wichtiger wird

Drei Entwicklungen erhöhen den Einfluss von CRO:

  1. Paid Traffic wird teurer. Meta-CPC sind im Jahresvergleich um rund 10 % auf etwa 1,72 US-Dollar gestiegen. Wenn jeder Besuch mehr kostet, ist eine höhere Conversion-Rate oft der günstigste Wachstumshebel.
  2. KI-Suche verändert die Recherche. ChatGPT, Perplexity und AI Overviews schicken besser informierte Besucher, die Angebote stärker vergleichen. Gute Seiten beantworten ihre Fragen, bevor sie verkaufen.
  3. Attribution wird ungenauer. Wenn Paid-Plattformen Conversions schlechter zuordnen können, ist die Conversion auf der eigenen Website eines der verlässlichsten Umsatzsignale.

1. Mit einem Versprechen starten, das in fünf Sekunden verständlich ist

Ein neuer Besucher sollte ohne Scrollen vier Fragen beantworten können:

  1. Was wird angeboten?
  2. Für wen ist es gedacht?
  3. Welchen Nutzen bringt es?
  4. Was ist der nächste Schritt?

In der Praxis funktionieren:

  • Eine nutzenorientierte Headline statt „Willkommen in unserem Shop“.
  • Eine Subheadline mit einem konkreten Ergebnis.
  • Ein Hero-Bild des tatsächlichen Produkts oder Use Cases, kein abstraktes Moodboard.
  • Eine primäre CTA im ersten sichtbaren Bereich.
  • Ein Vertrauenssignal, etwa Anzahl der Reviews, Presselogo oder Logo eines bekannten Kunden.

Zeigen Sie die Seite einer unbeteiligten Person fünf Sekunden lang. Kann sie danach nicht sagen, was angeboten wird und für wen, ist die Seite noch nicht fertig.

2. Landingpage und Trafficquelle aufeinander abstimmen

Eine Homepage ist keine Landingpage. Paid Traffic aus Meta oder Google auf eine allgemeine Website zu schicken, kostet häufig unnötig Conversions.

Jede Trafficquelle braucht eine passende Seite:

  • Paid Social mit kalter Zielgruppe: produktspezifische Seite, dieselbe Wortwahl wie im Creative, eine CTA und wenig Navigation.
  • Paid Search: Headline passend zum Keyword, gut vergleichbare Informationen und ein klarer Preis.
  • E-Mail: Angebot der Kampagne direkt aufgreifen und weniger Vertrauenssignale verwenden, da die Empfänger die Marke bereits kennen.
  • Organic und KI-Suche: zuerst die konkrete Frage beantworten, danach verkaufen. FAQs und Belege haben hier mehr Gewicht.
  • Affiliate und Partner: den Ansatz fortführen, mit dem der Partner den Traffic geschickt hat.

Diese Anpassung kann die Conversion-Rate von Paid Social um 20 bis 50 % steigern. Deshalb gehören passende Landingpages zu unserer Meta-Ads-Betreuung.

3. Zuerst die Ladezeit verbessern

Mobile Ladezeiten über 2,5 Sekunden kosten Conversions. Eine zusätzliche Sekunde senkt die Conversion um etwa 7 %. Speed ist kein spektakuläres Thema, hat aber fast immer großen Einfluss.

Schnell umsetzbare Verbesserungen:

  • Bilder komprimieren, WebP oder AVIF verwenden und Inhalte unterhalb des sichtbaren Bereichs erst bei Bedarf laden.
  • Cumulative Layout Shift vermeiden, indem Bildgrößen definiert und Bereiche für Pop-ups und Banner reserviert werden.
  • Nicht kritisches JavaScript später laden.
  • Schnelles Hosting oder ein Edge Network nutzen.
  • Auf Mobile einen Largest Contentful Paint unter 2,5 Sekunden anstreben.

Prüfen Sie Ihre drei wichtigsten Landingpages mit PageSpeed Insights. Liegt der mobile LCP über drei Sekunden, sollte die Ladezeit vor weiteren Tests verbessert werden.

4. Kundenbelege an Entscheidungspunkten zeigen

Menschen kaufen nicht auf Seiten, denen sie nicht vertrauen. Kundenstimmen, Reviews und Presselogos steigern die Conversion besonders dann, wenn sie neben Preis, Kaufbutton oder Formular stehen.

Sinnvolle Platzierungen:

  • Sternebewertung und Anzahl der Reviews neben dem Preis.
  • Konkrete Kundenstimmen mit Name, Rolle und möglichst Foto nahe der CTA.
  • Presselogos oder Partnerbadges im ersten sichtbaren Bereich, besonders bei jungen Marken.
  • Trust Badges für sichere Zahlung und Checkout in der Nähe des Kaufbuttons.
  • Echte Zahlen wie „12.000 Kunden“ oder „4,8 von 5 bei 2.300 Bewertungen“ statt allgemeiner Qualitätsclaims.

OneEarPod verband starke Vertrauenssignale auf den Produktseiten mit skalierter Paid Acquisition und erreichte damit 10x mehr Umsatz in sieben Märkten.

5. Formulare konsequent kürzen

Formulare mit drei Feldern konvertieren etwa 25 % besser als Formulare mit neun Feldern. Jedes zusätzliche Feld erhöht die Reibung.

  • Nur Informationen abfragen, die im ersten Schritt wirklich gebraucht werden. Für viele Upper-Funnel-Angebote reicht eine E-Mail-Adresse. Eine Telefonnummer sollte nur verpflichtend sein, wenn Sales sie benötigt.
  • Progressive Profiling einsetzen. Weitere Informationen können später erfasst werden.
  • Felder vorausfüllen, etwa durch Adress-Autocomplete, Browser-Autofill oder Erkennung wiederkehrender Nutzer.
  • Fehler direkt anzeigen, während der Nutzer tippt, nicht erst nach dem Absenden.

Im E-Commerce gehören außerdem Gast-Checkout, Apple Pay, Google Pay und Adress-Autocomplete dazu. Den vollständigen Ablauf beschreibt unser Artikel über zehn CRO-Maßnahmen für mehr Conversions.

6. Jede Landingpage auf eine Conversion ausrichten

Ablenkung kostet Abschlüsse. Eine Landingpage mit hoher Conversion erfüllt eine klar definierte Aufgabe.

  • Eine primäre CTA: Wiederholen Sie sie zwei- bis dreimal auf der Seite, ohne andere gleichwertige Aktionen einzuführen.
  • Hauptnavigation auf dedizierten Landingpages entfernen: Diese Änderung steigert die Conversion bei Paid Traffic häufig um 10 bis 15 %.
  • „Mehr entdecken“-Links streichen: Sie führen Besucher von der geplanten Aktion weg.
  • Ein Angebot pro Seite: Zwei Angebote brauchen zwei separate Landingpages.

Die klarsten Landingpages, die wir für Kunden bauen, haben ein Ziel, eine CTA und kein Menü. Bei Paid Traffic steigt die Conversion damit häufig um 15 bis 40 %.

Ihre wichtigste Landingpage strukturiert prüfen Wir analysieren die Seite mit dem höchsten Traffic und priorisieren fünf bis sieben Verbesserungen für die nächsten 30 Tage.

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7. Einfach und direkt schreiben

Seiten auf dem Leseniveau der fünften bis siebten US-Schulklasse konvertieren in Benchmarks rund 56 % besser als Texte auf dem Niveau der achten oder neunten Klasse.

Praktische Regeln:

  • Kurze Sätze.
  • Konkrete Verben.
  • Unnötige Adverbien und Adjektive streichen.
  • Fachbegriffe nur verwenden, wenn die Zielgruppe sie kennt.
  • Text laut lesen und jede Stelle umformulieren, an der Sie stocken.

Kostenlose Tools wie der Hemingway Editor helfen, unnötig komplizierte Sätze zu finden. Das Ziel ist keine vereinfachte Aussage, sondern eine verständliche Formulierung.

8. Zuerst für Mobile gestalten

Der Großteil des Paid-Social-Traffics kommt über Mobilgeräte. Die Conversion-Lücke zwischen Mobile und Desktop liegt 2026 beim Faktor 1,7, allerdings nur bei Shops mit einem gut optimierten mobilen Checkout.

Regeln für Mobile First:

  • CTA in Daumenreichweite.
  • Sticky Add-to-Cart auf langen Seiten.
  • Einspaltiges Layout, da mehrere Spalten auf kleinen Bildschirmen schnell unübersichtlich werden.
  • Ausreichend große Touch-Flächen mit mindestens 44 Pixeln.
  • Keine Pop-ups, die den gesamten Bildschirm blockieren, bevor eine klare Nutzerabsicht erkennbar ist.
  • Apple Pay und Google Pay im Checkout.

Viele vermeintlich schwache Landingpages funktionieren auf Desktop gut und verlieren die Conversions fast ausschließlich auf Mobile.

9. KI-Personalisierung gezielt einsetzen

Personalisierung mit KI funktioniert, wenn sie auf sauberen First-Party-Daten basiert. Für automatisch geschriebene Hero Copy ist sie deutlich weniger geeignet.

Sinnvolle Anwendungen im Jahr 2026:

  • Dynamische Inhalte nach Trafficquelle, etwa unterschiedliche Einstiege für Paid, E-Mail und Organic.
  • Produktempfehlungen anhand des bisherigen Browse- und Kaufverhaltens.
  • Personalisierte CTA, die in kontrollierten Tests besser als allgemeine Formulierungen abschneiden können.
  • Relevantere interne Suchergebnisse in größeren Shops.

Weniger sinnvoll sind:

  • Automatisch geschriebene vollständige Seiten, bei denen die Brand Voice verloren geht.
  • Allgemeine KI-Chatbots, die eine klare Navigation ersetzen.
  • Überpersonalisierung, die Nutzer eher verunsichert als unterstützt.

10. Die Elemente mit dem größten Einfluss testen

Viele CRO-Tests untersuchen die falschen Variablen. Headline, Layout, Angebot und Formularlänge beeinflussen die Conversion. Buttonfarben meistens nicht.

  • Seiten statt einzelner Pixel testen. Hero, Angebotsstruktur und Kundenbelege haben mehr Einfluss als kleine visuelle Anpassungen.
  • Tests zwei bis vier Wochen laufen lassen, sofern der Traffic nicht außergewöhnlich hoch ist.
  • Pro Test eine Hauptkennzahl festlegen.
  • Gewinner sauber umsetzen und Tests nicht unbegrenzt weiterlaufen lassen.
  • Nach Trafficquelle auswerten. Eine starke Variante für Paid Social kann bei Organic Traffic verlieren.

Marken mit langfristig steigender Conversion führen monatlich ein bis drei gut geplante Tests durch, nicht zwanzig Tests zu Buttonfarben pro Woche.

Landingpages mit Paid Media, E-Mail und KI-Suche verbinden

Eine starke Seite arbeitet nicht isoliert. Landingpages mit mehr als 10 % Conversion kombinieren häufig:

  • Landingpage und Ad Creative: Die Botschaft wird nach dem Klick konsequent fortgeführt. Darauf basiert unsere Arbeit mit Google Ads und Meta Ads.
  • Landingpage und E-Mail-Follow-up: Besucher, die nicht sofort konvertieren, erhalten passende weitere Inhalte. Mehr dazu in E-Mail-Marketing für E-Commerce.
  • Landingpage und Sichtbarkeit in KI-Suche: Inhalte beantworten Fragen schon im Upper Funnel. Siehe unseren Leitfaden zur Optimierung für KI-Suchsysteme.
  • Landingpage und Kundenbindung: Wiederkäufe steigern den LTV nach der ersten Conversion.

Die Landingpage ist die Conversion-Ebene. Sie funktioniert am besten, wenn Paid Media, Organic, E-Mail und CRM qualifizierten Traffic und passende Follow-ups liefern.

Conversion-Benchmarks nach Branche

BereichMediane Conversion-Rate
Events und Webinare12–22 %
E-Mail-basierte Landingpages19 %; das beste Zehntel liegt höher
E-Commerce allgemein2,8 %
SaaS3,8 %
B2B Lead Generation5–7 %
Immobilien, Finance und Legal4–8 %

Quellen: Unbounce Conversion Benchmark Report und E-Commerce-Benchmarks 2026 von BlendCommerce über Statista.

Häufige Fragen

Was ist 2026 eine gute Conversion-Rate für eine Landingpage?

Bei dedizierten Landingpages sind mindestens 6 % durchschnittlich, mehr als 10 % gut und mehr als 15 % außergewöhnlich. Seiten für bestehende E-Mail-Kontakte konvertieren deutlich besser als kalter Paid-Social-Traffic.

Wie lang sollte eine Sales Page sein?

Lang genug, um alle echten Einwände zu beantworten, aber keinen Abschnitt länger. Für kalte Paid-Social-Zielgruppen eignet sich oft eine kurze Seite mit dem Angebot weit oben. Hochpreisige B2B-Angebote und komplexe SaaS-Produkte benötigen mehr Belege, Kundenprojekte, Preisinformationen und FAQs.

Sollte eine Landingpage Video enthalten?

Bei den meisten E-Commerce- und SaaS-Seiten ja. UGC und Erklärvideos können die Conversion deutlich erhöhen. Videos sollten stumm automatisch starten können, aber auf Mobile nie ungefragt Ton abspielen.

Wie wichtig sind Chatbot oder Live Chat auf einer Landingpage?

Bei hochpreisigen Angeboten und B2B sind sie hilfreich. Im E-Commerce mit weniger als 200 US-Dollar durchschnittlichem Bestellwert sind sie häufig nicht notwendig. Bots, die FAQs anzeigen und bei Bedarf an einen Menschen übergeben, funktionieren meist besser als vollständig dialogbasierte KI.

Was konvertiert besser: Pop-up oder Inline-Formular?

Ein Inline-Formular nahe der CTA ist für die Hauptconversion meist stärker. Pop-ups eignen sich für Exit Intent oder zeitgesteuerte Angebote, sofern sie einen konkreten Mehrwert bieten.

Sollte ich Best Practices direkt umsetzen oder alles A/B-testen?

Beides. Offensichtliche Probleme aus den zehn genannten Bereichen sollten sofort behoben werden. Sobald die Seite über dem Branchenmedian liegt, testen Sie die noch offenen strategischen Variablen wie Angebot, Hero, Kundenbelege und Formularlänge.

Klarheit, Geschwindigkeit und passende Kundenbelege steigern die Conversion

Conversion entsteht 2026 nicht durch eine neue Buttonfarbe. Entscheidend sind Klarheit, Ladezeit, Kundenbelege und eine Seite, die zur jeweiligen Trafficquelle passt. Bei vielen Landingpages lassen sich fünf bis sieben dieser Punkte innerhalb von 90 Tagen verbessern und damit 20 bis 50 % mehr Conversions erreichen.

Das ist einer der günstigsten Wachstumshebel und wird wertvoller, wenn Paid Traffic weiter teurer wird.

Landingpages einzeln prüfen und priorisieren Wir vergleichen Ihre wichtigsten Seiten mit aktuellen Benchmarks und entwickeln einen 90-Tage-Plan für die Maßnahmen mit dem größten Einfluss.

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Reibung zwischen Landingpage und Conversion identifizieren

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